Fast jeder zweite junge Muslim in Deutschland neigt dem Islamismus zu, stellt eine Studie fest. Die Politik reagiert empört, aber sie ignoriert die Ursachen.
13. März 2026, 18:01 Uhr
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45,1 Prozent der jungen Muslime in Deutschland sind „latent oder manifest islamismusaffin“, so eine neue Studie des BKA. Ein Viertel befürwortet einen islamischen Gottesstaat und misstraut Juden. Politiker reagieren hilflos auf die alarmierenden Zahlen und scheitern an effektiven Maßnahmen. Der Staat bekämpft Islamismus vor allem reaktiv, während die Ursachen für Radikalisierung unadressiert bleiben. Es braucht dringend eine Strategie, um Hass und Extremismus entgegenzuwirken und mit den friedlichen Muslimen zusammenzuarbeiten.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
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Demonstration von Islamisten in Hamburg im Oktober 2024. 45,1 Prozent der Muslime unter 40 Jahren in Deutschland sind laut einer Studie des Bundeskriminalamtes „latent oder manifest islamismusaffin“.
© ABBfoto/dpa
Diese Zahl ist bemerkenswert: 45,1 Prozent der Musliminnen und Muslime unter 40 Jahren in Deutschland sind nach einer neuen Studie des Bundeskriminalamtes „latent oder manifest islamismusaffin“. Sie neigen also dazu, den Rechtsstaat abzulehnen – und auch andere Religionen, vor allem das Judentum.
Das ruft Erinnerungen wach an die 2.000 Männer, die in Hamburg auf einer Demo 2024 ein Kalifat forderten, an einen „schwarzen Block“ von Islamisten in Essen, an Feiern des Angriffs der Hamas auf Israel nach dem 7. Oktober 2023 in Berlin. Waren das alles nur die lautesten Anzeichen eines größeren Problems? Gibt es einen Alltagsislamismus in Deutschland, eine Gefahr für dieses Land, jenseits von dschihadistischen Terroranschlägen?


